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Geschichten aus dem Hospiz

Hier präsentieren wir Ihnen Fotos und Geschichten von besonderen Aktionen bei uns im Hospiz, damit Sie sehen, was wir im Hospizalltag möglich machen.

Manchmal projizieren unsere Kollegen für unsere Gäste einen Sternenhimmel. Die beruhigende Wirkung des Sternenhimmels lässt viele Menschen leichter einschlafen und regt die Fantasie zum Träumen an. Zimmerwände verschwinden in der Unendlichkeit des Himmels und der ganze Raum erscheint weit und frei. Die Farbe Blau flößt zudem Vertrauen ein und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

An eine Zimmerwand wird ein blauer Himmel mit grünen Sternenpunkten projiziert.
Sternenhimmel in einem unserer Gästezimmer

 

Im Sommer bestellen wir ab und zu Eis beim Eistaxi Schlebusch und lassen uns leckere Eisbecher ins Hospiz liefern. Unsere Gäste genießen das Eis dann gemeinsam oder jeder für sich auf der Terrasse oder dem Balkon. Die Frau im Bett hatte sich bereits seit mehreren Tagen auf ihren Erdbeereisbecher gefreut und beim Essen sichtlich Freude daran gehabt. Am Tag darauf ist sie verstorben. Schön, dass sie den Eisbecher noch so genießen konnte!

Pflegedienstleitung Iris Rehbein und zwei unserer Gästinnen genießen ihre Eisbecher.

 

An einigen Abenden im Sommer unterstützen uns ehrenamtliche Helfer und organisieren einen Grillabend. Unsere Gäste und deren Besuch können entscheiden, ob sie gemeinsam mit allen auf der großen Terrasse oder lieber auf dem eigenen Balkon/der eigenen kleinen Terrasse essen möchten. Alle unsere Zimmer gehen in Richtung Garten raus und die Terrassen-/Balkontüren sind groß genug, um auch die Betten nach draußen schieben zu können.

Aus der ersten Etage in den Garten fotografiert: hübsch gedeckte Tische am Rand, in der Mitte zwei Männer, die nach oben zeigen und sichtlich Spaß beim Anheizen des Grills haben.
Frank und Oliver, unsere beiden ehrenamtlichen Grillmeister

 

Viele unserer Gäste genießen ein Bad in unserer beweglichen, mit einer Tür versehenen Badewanne im großen Wohlfühlbad. Die Pfleger:innen kümmern sich um die bequeme Lage der Wanne während Sekt, gemütliche Beleuchtung und die Lieblingsmusik im Hintergrund alles andere für den Moment in den Hintergrund treten lassen.

Im Vordergrund liegt eine Person in einer Wanne mit Schaum und hält ein Sektglas in der Hand. Hinter der Wann beugen sich zwei Pflegerinnen über das Bedienfeld der beweglichen Wanne um die Lage gemütlich einzustellen.
Sekt im Wohlfühlbad

 

Einige unserer Gäste wünschen sich noch einmal einen Ausflug. Sei es ins Fußballstadion, zum Friedhof zum Grab von geliebten Menschen oder noch einmal eine Tour durchs Veedel mit Besuch der Lieblingskneipe. Schön, dass uns der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Leverkusen mit den bei diesen Fahrten ehrenamtlich arbeitenden Maltesern bei der Umsetzung dieser Wünsche hilft!

An der seitlichen Tür eines Malteser Herzenswunsch-Krankenwagens helfen zwei Malteser Mitarbeiter:innen einem Mann im Rollstuhl beim Einsteigen in den Wagen.
Herr G. auf dem Weg zum Friedhof Reuschenberg um das Grab seiner Lebensgefährtin zu besuchen.

 

Und wenn Ausflüge wegen des Gesundheitszustandes nicht mehr möglich sind, machen wir bei uns im Haus möglich, was geht. So haben zum Beispiel die Fußballkollegen eines unserer Gäste ihn mit einem gemeinsamen Frühschoppen bei uns im Hospiz überrascht. Er hat sich riesig gefreut. Und wir auch. Es ist immer schön, wenn das Leben bis zuletzt mit solchen schönen Momenten angefüllt wird!

In einem Aufenthaltsraum sitzen ein Mann im Rollstuhl sowie mehrere Männer auf Stühlen um zwei kleine Tische auf denen Kölschflaschen stehen.
Frühschoppen mit Fußballkollegen

 

Es gab auch schon ein Candle-Light-Dinner im PalliLev: Weil unser Gast kräftemäßig nicht mehr in der Lage war, mit seiner Frau in sein Lieblingsrestaurant zu gehen, haben wir bei uns im PalliLev Restaurant-Atmosphäre geschaffen. Das Essen haben wir im Lieblingsrestaurant bestellt und abgeholt und einen unserer Aufenthaltsräume gemütlich hergerichtet.

Im Licht zweier Kerzen sitzen ein Mann und seine Frau an einem schön hergerichteten Tisch beim Abendessen. Im Hintergrund ist ein grün beleuchtetes Aquarium.
Candlelight-Dinner im Aufenthaltsraum

 

Einmal hat uns sogar ein Weißkopfseeadler besucht. Einer unserer Gäste wäre so gerne noch einmal mit seiner Familie zur Greifvogelstation gefahren. Da er das gesundheitlich leider nicht mehr schaffte, kam einer der Adler mit seinem Pfleger ins Hospiz. Alle Anwesenden waren unglaublich beeindruckt von dem stattlichen Tier und haben diesen besonderen Tag sehr genossen.

Auf der Terrasse liegt ein Mann in seinem Pflegebett. Daneben sitzt ein Tierpfleger mit einem Weißkopfseeadler auf seinem Unterarm.
Adlerbesuch auf der Terrasse des PalliLev

 

Manchmal werden unsere Pflegekräfte auch geistig stark gefordert: Hier hat einer unserer Gäste unsere FSJlerin (FSJ = Freiwilliges Soziales Jahr) zu einer Partie Schach herausgefordert.

Zwei Gäste, zwei Pflegerinnen und eine weitere Person sitzen um einen Tisch mit einem Schachspiel.
Schachpartie im PalliLev

 

Oder Geschicklichkeit ist gefragt: ein Praktikant und ein Gast spielen im Aufenthaltsraum auf der Nintendo Switch gegeneinander Garfield Kart.

Ein zweigeteiltes Bild: links ein Foto von unserem Praktikanten und einem Gast mit Spielcontrollern in den Händen. Rechts ein Bild, was im Vordergrund den Gast und im Hintergrund den Spielasusschnitt auf dem Bildschirm zeigt.
Viedeospielen im Aufenthaltsraum

 

Auch bei der Wahrung einer Familientradition konnten wir schon helfen: diese Familie trifft sich regelmäßig zum gemeinsamen Reibekuchenessen. Unsere Gästin wollte gerne alle zum Reibekuchenessen ins PalliLev einladen und hatte unseren Koch Herrn Seiffert gefragt, ob das möglich sei. Natürlich was das möglich! Es war ein tolles und gelungenes Essen.

Eine Familie sitzt an einem schön gedeckten Tisch und isst Reibekuchen.
Reibekuchenessen im Hospiz

 

Unser Pfleger Marcel hat für einen sehr jungen Gast auf seinen Wunsch hin im Dezember ein Lagerfeuer im Garten gemacht. Zum Glück hat es nicht geregnet und es war eine sehr schöne Stimmung. Auch zum "Am-Lagerfeuer-Sitzen" eignen sich unsere gemütlichen Strandkörbe gut.

Im Vordergrund brennt ein Lagerfeuer in einer Feuerschale, im Hintergrund sitzen zwei Menschen in Decken gewickelt in einem Strandkorb.

Lagerfeuer geht auch im Dezember

 

Die beiden Pfleger Marcel und Sascha haben im Januar einen unserer Gäste und seine Mutter in den Kölner Zoo begleitet. Gefahren wurden sie vom Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen. Warm eingepackt gegen die Kälte haben die vier dann etliche Tiere beobachtet und den besonderen Tag genossen.

Drei Menschen, der in der Mitte im Rollstuhl sitzend, sehen sich die Paviane im Kölner Zoo an.

Ein kalter, aber schöner Tag im Kölner Zoo.

 

Damit eine Dame bei uns im Hospiz, die großer Leverkusen-Fan ist, das Spiel zum Meisterschaftsgewinn schauen konnte, hat unsere Pflegedienstleitung einen Monat DAZN gekauft. Das Spiel schaute die Bayer 04 Leverkusen-Anhängerin im Gemeinschaftsraum mit zwei anderen Gästen zusammen auf dem großen Fernseher an, hat sich dabei riesig gefreut und mitgefeiert. „Leute, ist das toll!“ war ihr begeisterter Kommentar dazu.

Zwei Pflegebetten stehen vor einem großen Fernseher auf dessen Bildschirm gerade ein Konfettiregen heruntergeht,

Fußball gucken im Gemeinschaftsraum

 

Ein neuer Trend? Inzwischen waren schon dreimal Tätowiererinnen bei uns im PalliLev, um unseren Gästen Tattoos zu stechen. Den Anfang machte eine 81-jährige Frau, die sich einen schon länger gehegten Wunsch erfüllte und sich ein Paar Cowboystiefel und den Spruch: „These boots are made for kicking CANCER in the ASS!” (deutsch: „Diese Stiefel sind dafür gemacht, um dem Krebs in den Arsch zu treten!“) auf den oberen Rücken tätowieren ließ. Ein weiterer unserer Gäste ließ sich den Namen und das Geburtsdatum seines Sohnes auf den Unterarm tätowieren. Einige Zeit später kam dann als Erweiterung des Tattoos noch ein wunderschönes Porträt eines Löwen neben den Namen.

Ein Unterarm, auf dem ein verpixeltes Motiv ist und ein Löwenkopf. Die Tätowiererin beugt sich über den Arm und vervollständigt das Bild. Ihre Ausrüstung steht auf dem Nachttisch.
Tätowiererin Jenna aus Leverkusen hat einen Löwen auf den Unterarm des Gastes gestochen.
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