Aromapflege
Die Pflege im Hospiz ist eine ganzheitliche, sehr individuelle Pflege, die sich an den Bedürfnissen und Vorstellungen der Sterbenden bzw. der Hospizgäste orientiert.
Dazu gehört auch das Angebot der Aromapflege zur Verbesserung der Lebensqualität und des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Die Nähe des Todes macht oft Angst und lässt schnell ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen. Ätherische Öle können eine gute "Brücke" sein, um die Kommunikation mit dem kranken Menschen zu erleichtern. So können wir etwas tun, wo vermeintlich nichts mehr zu tun ist. Wir können berühren, trösten, lindern, halten, da sein, die Sterbenden und ihre Zugehörigen nicht ins Bodenlose fallen lassen. In einem duftendem Raum fühlen sich kranke Menschen, Besucher und Pflegende besser. Eine Armeinreibung oder Fußmassage mit einem duftenden Öl lässt besser schlafen; ein Bad, eine Waschung oder Auflage bringen Erleichterung und Entspannung. Ein angenehmer Duft auf der Haut tröstet. Die Anwendungsmöglichkeitender Aromapflege sind vielfältig: Düfte können Geborgenheit vermitteln, Mut machen oder Übergänge schaffen. Ätherische Öle eignen sich auch sehr gut, um quälende Symptome wie Juckreiz, Lymphödeme oder Angstzustände zu lindern. Eine Handeinreibung mit einem individuell zusammengestellten Wohlfühl-Öl bedeutet Zuwendung und Wohlbefinden. So selbstverständlich und behutsam, wie wir bei der Geburt das neue Leben begrüßen, so selbstverständlich und behutsam begegnen wir auch dem Tod. (Text und Bild von Schwester Anita)